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Kürbiskernöl

Kürbiskernöl – lecker und gesund

Kürbiskernöl ist wie der Kürbiskern reich an wertvollen Nährstoffen: Neben Vitamin E und K enthält es auch Carotinide, von denen einige die pflanzliche Vorstufe von Vitamin A sind. Etliche notwendige Mineralien sind ebenso vertreten wie die beide Phytosterine Beta-Sitosterol und Delta-7-Sterol. Damit qualifiziert sich Kürbiskernöl als eine wertvolle Nahrugsergänzung: Regelmäßig eingenommen stärkt es das Immunsystem, wirkt sich positiv auf Blutdruck und Blutzucker aus, hilft bei Prostata- und Blasenbeschwerden, kann gegen Haarausfall helfen und sorgt für gute Laune.

Wie wird Kürbiskernöl gewonnen?

Kürbiskerne, die Samen der aus Amerika stammenden Kürbispflanze, bestehen zu fast 50% aus Fett. Das macht sie zu einem energiereiches Nahrungsmittel für zwischendurch oder zur Aufwertung des Speiseplans. Für die Gewinnung von Kürbiskernöl werden meist die Kerne des Ölkürbis verwendet, da sie bereits schalenlos wachsen und somit das mühsame Schälen entfällt.

Das bekannteste Kürbiskernöl kommt aus der Steiermark, wo auch der Steirische Ölkürbis zuhause ist. Dieses Steirische Kürbiskernöl mit dem Zusatz g.g.A (geschützte geographisch Angabe) genießt Regionenschutz. Zur Ölgewinnung: Zunächst werden die Kürbiskerne gemahlen, mit Salz und Wasser vermengt, leicht angeröstet und dann wird dieser Teig gepresst. Das herausgepresste Kürbiskernöl ruht dann einige Tage in geeigneten Behältern, damit sich Schwebstoffe und Faserrückstände am Boden absetzen können. Erst dann wird das Öl in Flaschen gefüllt und ist bereit, seine Reise zum Verkoster anzutreten.

Das Kürbiskernöl hat einen kräftigen, nussigen Eigengeschmack. Seine Farbe variiert von gelb über grün und rotbraun bis dunkelbraun.

Die Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl

Kürbiskernöl enthält folgende wertvolle Inhaltsstoffe:

  • 80% ungesättigte Fettsäuren
  • Phytosterole
  • Phytoöstrogene
  • Vitamine
  • Mineralien
  • Spurenelemente

Die ungesättigten Fettsäuren Ölsäure und Linolsäure

Die einfach ungesättigte Ölsäure ist eine Omega-9-Säure und wichtig für die Senkung des Cholesterinspiegels im Blut. Denn dadurch kann sie Herz-Kreislauferkankungen vorbeugen. Die zweifach ungesättigte Linolsäure, eine Omega-6-Säure, ist essentiell, muss also über die Nahrung zugeführt werden. Sie ist ein als Hauptbestandteil eines Ceramids wichtiger Bestandteil der Epidermis (Hautschicht) und der Haare. Linolsäure sorgt für eine widerstandsfähige Haut und gesunde Haare.

Antioxidantien

Freie Radikale befinden sich als lästiges Endprodukt von Stoffwechselvorgängen im Kreislauf, können aber auch über die Nahrung oder die Atemluft in den Körper gelangen. Sie haben teilweise nützliche Eigenschaften, können aber auch durch die Bildung von neuen Molekülen Dysfunktionen verursachen oder wenn  DNA-Moleküle in Mitleidenschaft gezogen werden, auch zu degenerativen Krankheiten oder sogar zu Krebs führen. Freie Radikale verursachen oxidativen Stress.

Verschiedene Stoffe, die in der Lage sind, die freien Radikale zu neutralisieren, werden als Antioxidantien bezeichnet. Dazu zählen unter anderem Vitamin E,  Mangan, Zink, Kupfer und Selen, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Phytosterole und Phytoöstrogene gehören zu den Radikalenbändigern. Durch den hohen Anteil an Antioxidantien fördert Kürbiskernöl die Wundheilung, stärkt das Immunsystem und hilft Zellen und Zellwände zu schützen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die oben erwähnten Gruppen der Phytosterole und Phytohormone bergen einiges an Potenzial in sich: sie sind an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, sollen teilweise das Krebsrisko senken, bei benigner Prostatahyperplasie (BPH) und Blasenleiden Linderung verschaffen und auch das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin in Schach halten. Es gibt viele Auswirkungen auf den menschlichen Körper, die noch nicht mit Studien belegt sind, die aber mit etlichen Erfahrungswerten aufweisen können.

Mineralien und Spurenelemente

Kürbiskerne und dementsprechend auch das Kürbiskernöl enthalten wichtige Mineralien wie Mangan, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink, Eisen, Kalium und Selen.

Mangan, Eisen und Kupfer werden für die Blutbildung benötigt und sorgen damit indirekt für eine verbesserte Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers.

Magnesium unterstützt die Funktion von Muskeln und Gehirn, fördert die Blutgerinnung und ist ein wichtiger Faktor für die Balance des Nervensystems.

Kupfer ist ebenso wichtig für Nerven und Gehirn und somit auch unabdingbar für eine gute Hirnleistung und ein starkes Nervenkostüm. Auch Kalium spielt in dieser Liga mit und reguliert unter anderem auch noch den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt der Zellen.

Vitamin A

Im Kürbiskernöl sind Carotinoide enthalten, das sind die pflanzlichen Vorstufen des Vitamin A. Dieses Vitamin ist sehr wichtig für die Augengesundheit, die Epidermis und auch die Schleimhäute. Auch für das Immunsystem, die Erythrozytenbildung und die Proteinsynthese ist Vitamin A unentbehrlich.

Vitamin E

Vitamin E ist in allen unseren Zellen als Teil der Membran enthalten. eigentlich ist es eine Sammelbezeichnung für etliche verschiedene Tocopherole. Meist wird damit das α-Tocopherol gemeint. Es ist am besten erforscht. Im Kürbiskernöl findet man 5 Tocopherole, von denen 2 noch kaum erforscht sind. Jedenfalls ist Vitamin E ist ein Radikalenfänger im Fettstoffwechsel und für viele Stoffwechselvorgänge nötig.

Vitamin K

Vitamin K fristet oft ein Schattendasein. Wenn man nicht gerade auf die Zufuhr von Vitamin K achten muss, weil man ein Antikoagulans (Blutverdünner) einnimmt, das ein Gegenspieler von Vitamin K ist, hat man sehr wahrscheinlich noch nie etwas von diesem wichtigen Vitamin gehört. Es aktiviert verschiedene Gerinnungsfaktoren und bestimmte Proteine. Es hemmt ebenso den Knochenabbau und könnte laut Studien gegen Krebs und Arterienverkalkung helfen.

Studien zu Kürbiskernöl und seinen primären Inhaltsstoffen

Fast alle Studienergebnisse zu Kürbiskernen kann man getrost auch auf Kürbiskernöl übertragen – bei den Wirkstoffen, die das Öl auch enthält.

Die längerfristige regelmäßige Einnahme von Kürbiskernöl hat einige wichtige Auswirkungen auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden.

Kürbiskernöl hilft bei benigner Prostatahyperplasie und in der Menopause

In einer Studie aus dem Jahr 2009 wurde in Korea nachgewiesen, dass die Einnahme von Kürbiskernöl bei Männern mit BPH (benigne Prostatahyperplasie) die Beschwerden der Krankheit linderte und es ihnen dadurch viel besser ging. Es wurde eine Empfehlung ausgesprochen, Kürbiskernöl als alternative oder additive Therapie bei BPH einzusetzen.

Erwähnenswert ist eine Studie aus dem Jahr 2011, während der Frauen in der Menopause (natürlich oder herbeigeführt), 12 Wochen lang 2 g Kürbiskernöl oder 2 g Placeboöl einnahmen. Das Resultat war ein erhöhter HDL-Cholesterin-Spiegel (was gut ist) und eine leichte Senkung des diastolischen Blutdrucks bei den Frauen, die Kürbiskernöl eingenommen hatten. Sie fühlten sich auch psychisch besser und hatten weniger körperliche Symptome der Menopause.

Einnahme und Verwendung von Kürbiskernöl

Da das Kürbiskernöl zwar einen kräftigen Geschmack hat, aber nicht unangenehm schmeckt, kann man es pur zu sich nehmen – 2 Esslöffel ist eine gute Tagesdosis. Schon in dieser Konzentration stärkt das Öl die Blase und kann Verstopfung entgegenwirken.

Andere Anwendungsmöglichkeiten sind der Einsatz als Salatöl, auch gerne mit neutraleren Ölen gemischt. Man kann es in Smoothies oder Müslis mischen oder einfach einen Schuss davon über ein fertiges Gericht geben.

Wie es bei wertvollen kaltgepressten Ölen so ist, sollte man das Öl nicht erhitzen, da sich dabei der Geschmack verändert und auch Vitalstoffe zerstört werden. Das Öl mag auch kein direktes Sonnenlicht, da wird es schnell bitter.

Die Haltbarkeit einer geöffneten Flasche Kürbiskernöl hängt stark von der Lagerung ab. Auf jeden Fall an einem dunklen kühlen Ort lagern, also Keller oder Kühlschrank. Die Flaschengröße immer dem Verbrauch anpassen, dann klappt das mit der Haltbarkeit auch.

Kürbiskernöl – ein Fazit

Kürbiskernöl ist eine leckere und gesunde Bereicherung des Speiseplans. Es wirkt sich auf viele Stoffwechselvorgänge positiv aus und enthält sehr viele wichtige Vitalstoffe. Mit seinem markanten, aber trotzdem schmackhaften Aroma gehört das Kürbiskernöl auf jeden Fall zu einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung dazu. Außerlich und innerlich angewandt soll es sogar gegen Cellulite helfen. Übrigens: Ein Esslöffel am Abend und die Nacht wird bestimmt ruhig und entspannend.

Bio Kürbis Kern Öl