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Die Kürbispflanze

Die Kürbispflanze

Die Kürbispflanze ist ein erstaunliches Gewächs. Sie produziert leckeres Fleisch, das wie Gemüse oder Obst verarbeitet werden kann und natürlich die Kürbiskerne, die eine Bereicherung für jede Ernährung sind. Aus den Kernen des Ölkürbis gewinnt man sogar ein schmackhaftes Kürbiskernöl. Und diese Pflanze gibt es schon seit Tausenden von Jahren, sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.

Wissenswertes zur Kürbispflanze

Die wichtigsten Anbaugebiete der Kürbispflanze liegen ganz klar auf dem amerikanischen Doppelkontinent, von der südlichen Spitze bis zum südlichen Nordamerika. Australien und Japan spielen auch eine große Rolle. In Europa sind Italien, Spanien, Rumänien, Österreich und Ungarn die größten Produzenten. In Deutschland sind Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und NRW zu nennen, hier findet etwa 75% der deutschen Produktion statt.

Vor mehreren tausend Jahren wurde der Kürbis schon als Nutzpflanze eingesetzt. Er ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Durch den Anbau konnte ein Großteil der Ernährung zur Reifezeit der Früchte gewährleistet werden. Es werden 5 Arten von Kulturkürbis angepflanzt. Von diesen spielen in Europa vor allem der Gartenkürbis (Vertreter Spaghettikürbis), der Moschuskürbis (Vertreter Butternut-Kürbis) und der Riesenkürbis (Vertreter Hokkaidokürbis) eine größere Rolle.

Das war nicht immer so: als der Kürbis durch die Entdeckung Amerikas (1492) auch nach Europa kam, war er natürlich noch etwas Besonderes, aber im Laufe der Jahrhunderte verdrängten ihn andere Pflanzen von der Speisekarte. Denn je nach Konjunktur war er Delikatesse, Arme-Leute-Essen oder wurde sogar zum Schweinefutter degradiert. Dank der Globalisierung und des regen Handels (und eventuell auch Dank Halloweens) wurde der Kürbis in all seinen Varitäten und Geschmacksrichtungen wieder ein interessanter Bestandteil der Speisekarte. Vor allem im Herbst gibt es eine große Auswahl des schmackhaften, kalorienarmen und mineralstoffreichen Kürbis in den Supermarktregalen.

Aussaat oder Vorzucht

Der kommerzielle Anbau der Kürbispflanze erfolgt heutzutage in vielen Ländern. Etwa die Hälfte der heutigen Weltproduktion geschieht in Asien. Kürbis wächst fast überall, wo es warm genug dafür ist – Temperaturen unter 5 Grad Celsius mag er nicht. Hauptsache, er bekommt viel Sonne und einen humusreichen Boden. Dann gedeiht er am besten.

Deshalb kann man die einjährige Kürbispflanzen auch bei günstigen Bedingungen in Europa pflanzen, sogar in Finnland (jedenfalls gibt es dort Kürbiswettbewerbe). Die Kürbispflanze mag mittelschwere Böden, die sich leicht erwärmen, Sandboden wegen der geringen Wasserspeicherung eher nicht. Der ungeschlagene Lieblingsplatz ist natürlich der Kompost. Da gibt es jede Menge Mineralien zum Abstauben, genau das, was eine Kürbispflanze zum Gedeihen braucht – vorausgesetzt, es gibt da auch genug Sonnenbestrahlung. Viel Stickstoff und vor allem Kalium, Phosphor und auch andere Mineralstoffe benötigt eine Kürbispflanze fürs gute Wachstum.

Die Aussaat sollte erst nach den Eisheiligen erfolgen, so um den 20. Mai herum. Dann sind die Pflanzen in der Regel vor Frost geschützt. Wer nicht wetterabhängig sein will, kann schon im April oder Mai Pflanzen vorziehen. In unseren Breiten wird das Vorziehen empfohlen, da diese Pflanzen einen Wachstumsvorsprung haben und im Anfangsstadium vor Fressfeinden geschützt sind. Zur Vorzucht steckt man einzelne Kürbissamen (als Anfänger am besten gekaufte) in mit Erde gefüllte Blumentöpfe, mindestens zwei von jeder Sorte. Die Samen mögen eine Keimtemperatur von 20 – 24 Grad Celsius und sprießen dann relativ schnell aus der Erde. Dann die Temperatur etwas drosseln (16 – 20 Grad Celsius) und vor dem Einpflanzen im Garten eine Woche an warmen Tagen durch stundenweises Rausstellen abhärten. Beim Einpflanzen das Wurzelwerk nicht beschädigen und der Pflanze mindestens einen Quadratmeter Platz zum Ausbreiten einräumen. Ab August kann dann die Ernte beginnen.

Die gesunden Samen der Kürbispflanze

Die leckeren Kerne des Speisekürbis enthalten eine Vielzahl von nützlichen und sogar lebensnotwendigen Vitalstoffen. Besonders erwähnenswert sind die 8 essentiellen Aminosäuren und die semiessentielle Aminosäure L-Arginin. Diese Bausteine sind unerlässlich für einen gut funktionierenden Stoffwechsel und einen stabilen Blutkreislauf. Dazu benötigt man natürlich auch jede Menge Mineralien und Vitamine. In den Kürbiskernen finden sich besonders viel Mangan, Phosphor, Magnesium und Kupfer. Aber auch Zink, Eisen und Selen sind vertreten. Kürbiskerne sind gluten- und cholesterinfrei, für eine LowCarb-Ernährung geeignet und sehr nährstoffreich. Egal, ob als Topping auf dem Salat, als Aufstrich oder Backzutat, die Kerne sind auf jeden Fall eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans.
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