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Leckere Kürbiskernrezepte

Kürbiskerne sind echte Allrounder. Sie sind nicht nur sehr gesundheitsförderlich und stecken voller Vitalstoffe, sondern sie sind bei der Herstellung von leckeren Gerichten vielseitig verwendbar. Kürbiskerne bestehen aus so vielen essentiellen Nährstoffen in einer sehr guten Zusammensetzung, dass es wirklich erstaunlich ist. Sie enthalten nicht nur ziemlich viel hochwertiges Protein, sondern auch eine Menge Mineralien und Vitamine – nicht zu vergessen die Phytosterole und Phytohormone. Diese Inhaltsstoffe machen Kürbiskerne zu einem perfekten Bestandteil einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung. Hier ein paar Studien dazu. Und gleich auch ein paar anregende Rezepte.

Die Kürbiskerne zeichnen sich durch zwei wesentliche Merkmale aus: Erstens sorgen sie bei regelmäßiger Einnahme für gute Laune und zweitens haben sie einen eigenen nussigen Geschmack. Genau durch letzteren peppt die Verwendung von Kürbiskernen jedes Gericht geschmacklich auf und sorgt zusätzlich noch für eine bessere Nährstoffbilanz und eine nahrungstechnisch betrachtet höherwertigere Mahlzeit.

Kürbiskernmus

KürbiskernmusUm die Kürbiskerne vielseitiger verwenden zu können, gibt es die Möglichkeit, sie zu Mus zu verarbeiten. Das ist gar nicht schwer, nimmt nur je nach Zubereitungsart etwas Zeit in Anspruch. Man kann rohes und geröstetes Kürbiskernmus herstellen. Beides hat seine Vorteile und es ist letzten Endes Geschmacksache, welches man zubereitet. Rohes Mus hat den Vorteil, dass alle Nährstoffe erhalten bleiben, dafür verdirbt es schneller. Geröstetes Mus – genauer gesagt Mus aus gerösteten Kürbiskernen – schmeckt durch die Röststoffe viel aromatischer.

Nun zum Rezept: Rohe oder geröstete Kürbiskerne (nicht vergessen, nur 15-20 Minuten rösten) nach Bedarf  – aber nicht zu wenige, sonst läuft der Mixer heiß – in einem hochwertigen Mixer oder einem Kochautomaten fein mahlen. Erst ca. zwei Minuten auf höchster Stufe mahlen, abkühlen lassen und dann noch dreimal eine Minute und zu guter Letzt noch eine halbe Minute mixen. Jetzt müsste eine cremige, musige Kürbiskernmasse entstanden sein. Die rohen Kerne bei Bedarf mit etwas Pflanzenöl strecken, damit sie besser zu handeln sind. Am besten in kleine Gläschen füllen und kühl aufbewahren.

Das Mus kann überall beigemengt werden, wo man den nussig intensiven Geschmack von Kürbiskernen haben möchte. Auch pur als Brotaufstrich ist es sehr lecker, wahlweise mit etwas Kakao und Datteln vermengt bekommt man eine leckere und gesunde Nusscreme. Mit eher salzigen und herzhaften Zutaten vermischt zeigt sich das Mus von einer anderen, aber auch sehr leckeren Seite.

Kürbiskernmilch

KürbiskernmilchAm schnellsten kann man Kürbiskernmilch herstellen, indem man Kürbiskernmus im Mixer mit Wasser vermengt. Da jeder seine eigene Lieblingskonsistenz und seinen Lieblingsgeschmack hat, sollte man ausprobieren, welches Mengenverhältnis einem zusagt – verdünnen kann man die Milch immer noch. Kürbiskernmilch ist ausgezeichnet statt tierlicher oder pflanzlicher Milch geeignet. Nun zum umständlicheren Rezept für die Nussmilch: Kürbiskerne über Nacht einweichen lassen, Einweichwasser wegschütten und Kerne mit Wasser im Mixer bis zur passenden Konsistenz vermengen. Dann die Masse durch ein Sieb (oder einen Nussmilchfilter – klasse Erfindung) laufen lassen – fertig. Der ausgefilterte Rest sollte natürlich auch weiterverarbeitet werden, zum Beispiel beim Backen oder als Müslizusatz.

Kürbiskernmehl

KürbiskernmehlWenn man Kürbiskerne im Mixer nicht zu lange zerkleinert, erhält man eine Art Kürbiskernmehl – bei längerem und intensiverem Mixen das oben erwähnte Kürbiskernmus. Okay, per Definition ist Mehl etwas anderes, eigentlich müsste es gemahlene Kürbiskerne heißen. Die geriebenen Kerne kann man sowohl als Nussersatz (praktisch für Nussallergiker) oder auch als Mehlersatz (ideal bei Glutenunverträglichkeit) benutzen. Einfach in bekannten Rezepten Teile des Mehls durch das Kürbiskernmehl ersetzen. Wie hoch dieser Anteil ausfällt, muss individuell ausprobiert werden, das kommt auf die Zutaten des Rezepts an. Jedenfalls gibt Farbe, Geschmack und einen Vitalstoffkick.

Kürbiskerndressing

KürbiskerndressingKürbiskerne kann man nicht nur auf den Salat streuen, sondern auch im Dressing verwenden. Dazu röstet man die Kerne zart an (15 – 20 Minuten) – oder lässt es halt – und vermengt sie im Mixer mit einem Pflanzenöl, ausgepresstem Zitronensaft, kleingeschnittenem Knoblauch, Salz und Pfeffer. Zu dieser Basis werden noch Kräuter der Wahl und/oder Senf hinzugefügt. Als Pflanzenöl sollte entweder ein neutral schmeckendes oder zu den Kürbiskernen passendes Öl gewählt werden – vorzugsweise kein Kürbiskernöl, sondern lieber Leinöl, Rapsöl oder Walnussöl, um das Fettsäurenprofil der Kürbiskerne optimal zu ergänzen.

Kürbiskernaufstrich

KürbiskernaufstrichMit dem oben hergestellten Kürbiskernmus lassen sich sehr leckere Aufstriche zaubern, hier einige Anregungen:

Kürbiskernaufstrich (Foto) – Zutaten: 50 g Kürbiskernmus, 1 rote Zwiebel, 4 Knoblauchzehen, etwas Pflanzenmilch, 40 ml Kürbiskern- oder Rapsöl, Salz, Pfeffer und Öl zum Anbraten. Knoblauchzehen und Zwiebel fein hacken und anbraten, dann mit den restlichen Zutaten in einem leistungsstarken Mixer vermengen. Aufstrich in Gläschen füllen, kühl lagern und innerhalb weniger Tage aufbrauchen (was garantiert kein Problem sein wird). Der Aufstrich kann auch wie ein Pesto benutzt werden, der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt.

Avokadoaufstrich – eine frische Avokado pürieren, Kürbiskernmus daruntermischen ( Menge al gusto), etwas Salz (auch al gusto), ein paar Tropfen Zitronensaft und evtl. ein paar Tropfen Kürbiskernöl. Die Kombination von Kürbiskernen mit Vitamin C (im Zitronensaft) ist besonders wichtig, damit das Vitamin E der Kerne besser funktionieren kann.

Kürbiskernriegel

KürbiskernriegelSehr lecker und nahrhaft sind selbstgemachte Energieriegel mit Kürbiskernen. Sie schmecken Groß und Klein und man weiß, was drin ist: lauter gute Zutaten. Naschen ohne Reue – vor allem vor sportlicher Betätigung, da braucht man so einen kleinen Energieschub. Man benötigt 70 Gramm Kerne (Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne), 100 Gramm Samen (Leinsamen und Sesam), 50 Gramm Nüsse (Walnüsse oder Mandeln – ja, die Mandel ist ein Kern, wird aber jetzt mal als Nuss gezählt), 2 Esslöffel Dicksaft, 60 Gramm fein geriebener Apfel, 2 Esslöffel Leinsamenmehl.

Die kleingehackten Nüsse mit den Samen in ein Gefäß geben und mit den restlichen Zutaten vermengen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech gleichmäßig verstreichen und bei ca. 150 ° Celsius 20 – 25 Minuten trocknen. Noch warm in passend große Riegel schneiden und kühl gestellt in einer Blechdose lagern. Die Nüsse und Samen können natürlich nach Belieben variiert werden. Die Riegel sollten etwa 2 Wochen halten, wenn sie überhaupt so lange überleben.

Bio Kürbis Kerne

Kürbiskerndessert

KürbiskerncremeFür diese Kürbiskerncreme mixt man 40 g Kürbiskerne, 200 g Kürbisfleisch, 20 g Cashewkerne (ca. 15 Stück), 20 g Datteln (ca. 4 Stück),  100 g Orange und 2 EL Wasser oder pflanzliche Sahne (für alle, die es noch cremiger mögen) in einem Hochleistungsmixer. Wenn alles schön cremig vermengt ist, eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Wenn die Creme die passende Konsistenz hat, in Dessertschälchen füllen und nach Lust und Laune dekorieren. Wegen des schönen Farbkontrasts haben wir Granatapfelkerne als Deko genommen. Das Dessert schmeckt erfrischend und ist nicht zu süß. Es enthält jede Menge leckerer Vitamine und ist dabei locker und leicht. Was will man mehr?

Kürbiskerneis

Kürbiskerneis am StielEin besonderes Schmankerl ist das Kürbiskerneis. Hier eine Variante: 2 Esslöffel selbstgemachtes Kürbiskernmus (siehe oben), 0,5 Liter Pflanzenmilch und 2 reife Bananen mixen und in die Eismaschine oder den Tiefkühler geben. Ein leckerer nussiger Genuss – egal, ob im Sommer oder Winter. Tipp: für mehr Fruchtigkeit statt Pflanzenmilch Fruchtsaft verwenden, das ist besonders zur heißen Jahreszeit sehr erfrischend. Als Clou machen sich auch kleine Fruchtstückchen nicht schlecht, die zu dem verwendeten Fruchtsaft oder der verwendeten Pflanzenmilch passen. Wir haben uns dieses Mal für die Variante Stieleis entschieden, aber man kann das Kürbiskerneis natürlich genau so gut in Kugelform servieren.

Kürbiskerne im Smoothie

Smoothie mit KürbiskernenEine weitere sehr gesunde und köstliche Möglichkeit, die Vitalstoffe der Kürbiskerne mit anderen wertvollen Nahrungsmitteln zu kombinieren, ist der grüne Smoothie. Dieser basiert hauptsächlich auf Obst und grünem Blattgemüse, die man im Verhältnis 1:1 im Mixer vermengt. Die Zugabe von zwei Esslöffeln Kürbiskernen wertet das Ganze nicht nur geschmacklich, sondern vor allem auch inhaltsstofflich auf. Bei den Zutaten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, da es sehr viele Kombinationsmöglichkeiten gibt. Nur zur Inspiration ein paar leckere Bewerber für den grünen Smoothie: Ananas, Apfel, Banane, Birne, Himbeer, Kirsche, Mango, Papaya und Zitrone treffen auf Blattsalate, Spinat, Grünkohl, Pak Choi und ähnliches. Die ganz Harten können das Obst auch weglassen.

Das Praktische am Smoothie ist, dass man ihn vorbereiten kann und jederzeit seine gesunde und energiespendende Nahrung konsumieren kann. Mit einem großen Smoothie nimmt man schon 4 Portionen Obst/Gemüse zu sich. Die Empfehlungen liegen meist bei 5 Portionen Obst/Gemüse pro Tag, manchmal sogar bei 7. Also her mit dem Smoothie. Die Zutaten für den Smoothie auf dem Foto: 200 ml Multivitaminsaft, 400 g Eisbergsalat, 2 Kiwis, 1 Birne und 30 g selbstgemachtes Kürbiskernmus oder Kürbiskerne. Da noch frisch zubereitetes Kürbiskernmus da war, haben wir ihm den Vorzug gegeben. Ach so: die angegebenen Zutaten im Mixer klein machen, in Gläser füllen und ansprechend dekorieren.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Kürbiskernen

Bio Kürbis Kern Öl

Genauso wie andere Samen können auch Kürbiskerne als Topping für Salate, Desserts oder Tellergerichte eingesetzt werden. Auch in selbst produzierten Backwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen, Keksen und Torten lassen sich Kürbiskerne gut verwenden. Sie haben einen kräftigen Geschmack, sind glutenfrei und gut als Nussersatz einzusetzen. Zudem haben Kürbiskerne diese unverkennbare grüne Farbe, die Backwaren das gewisse Etwas verleiht.  Durch den hohen Eiweißgehalt wird der glykämische Index der Backwaren erniedrigt, was der Bauchspeicheldrüse zugutekommt. Natürlich sind Kürbiskerne auch eine gute Ergänzung für selbstgemachte Müslimischungen und Energieriegel.

Der Fantasie sind beim Kochen, Backen und Zubereiten mit Kürbiskernen kaum Grenzen gesetzt. Eigentlich kann man fast jedem Rezept eine nussige gesunde Note verleihen, indem man die Powerkerne benutzt. So schmecken die Gerichte interessanter und ihr Nährstoffgehalt wird auf jeden Fall deutlich besser.

Gut für Menschen, die gesund leben wollen

Wenn man gesund leben möchte, gehört eine bewusste Ernährung auf jeden Fall dazu. Kürbiskerne unterstützen dabei durch ihr sensationelles Nährstoffprofil. Sie helfen, den Blutzucker niedrig zu halten, haben einen positiven Einfluss auf den Blutdruck und verbessern durch das enthaltene Tryptophan den Schlaf und die Laune. Das kann man vor allem bei einer Nahrungsumstellung gebrauchen, wenn einen die alten Essgewohnheiten einholen wollen.